YWHW ist Papa

Von James Jordan

Leben in der Offenbarung der Sohnschaft

Jesus offenbarte uns die überwältigende Wahrheit, dass YHWH, der Gott des jüdischen Volkes, unser Papa ist.

Die Vater-Sohn Beziehung, die Er mit Gott pflegte, war die Quelle Seiner Identität und Seines Handelns, und sie ging über gelegentliche ‘Erfahrungen’ mit der Gegenwart Gottes, oder ‘Momente’ in denen Er von Gott gebraucht wurde hinaus. Stattdessen lebte Er beständig im Herzen des Vaters und war sich Seiner Liebe stets bewusst.

Die Frage, die sich uns stellt ist: Leben wir in solch einer Vater-Sohn Beziehung mit Gott?

Jesus lehrte Seine Jünger sich an Seinen Vater zu wenden, als sie Ihn darum baten sie das Beten zu lehren. Er sagte: „Wenn ihr betet, sagt: ‚Vater unser…’” Als die Frau am Brunnen in Samarien fragte wo eine Person anbeten sollte, sager Er ihr, dass die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Er verwies sie direkt auf den Vater.

“Sonschaft bedeutet, in einer Beziehung mit dem Vater hineinzuwachsen.”

Derek Prince kommentierte einst Jesu Aussage, “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater, außer durch mich” (John 14, 6, Einheitsübersetzung).  Er sagte: „Jesus offenbart hier sowohl einen Weg, als auch ein Ziel. Jesus ist der Weg und der Vater ist das Ziel. Das Problem ist, dass der Grossteil der Gemeinde auf dem Weg stecken geblieben ist und noch immer nicht das Ziel erreicht hat.

Wir benötigen das Herz eines Sohnes, um diesen Papa kennenzulernen.

Auch wen wir Seine Vaterliebe erlebt haben und Seine Nähe auf ganz tiefe Art und Weise spüren, obenötigt es doch das Herz eines Sohnes, um mit Ihm in eine Beziehung als unserem Vater hineinzuwachsen.

Leider haben sehr viele Menschen in dieser Generation das Verständnis der Sohnschaft, aufgrund zerbrochener Beziehungen mit ihren natürlichen Vätern und anderen Autoritätsfiguren verloren, so dass sie ihr Herz der Sohnschaft aufgegeben haben.

“Jesus identifizierte sich selbst vollkommen als ‘Sohn’.”

Wir wissen, dass Gott auf das Herz, nicht unsere Äußeres schaut. Aber nach was genau hält Er Ausschau? Nach genau dem selben Herzen, dass Jesus gegenüber Seinem Vater hatte. Jesus hatte das Herz eines Sohnes, und Er möchte, dass auch wir das Herz eines Sohnes sowohl gegenüber Gott, als auch gegenüber unseren irdischen Eltern haben. In Christus wurde die letzte Prophetie des Alten Testaments, in Maleachi 3, 24: erfüllt: “Er wird das Herz der Väter wiedern den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern.” (Einheitsübersetzung)

Jesus war der beste Lehrer aller Zeiten und ich frage mich manchmal wieviele Bücher geschrieben wurden, um Seine Worte zu analysieren. Er veränderte die Weltgeschichte und Seine Werte beeinflussten die heutige Zivilisation.  Und obwohl Er der grosse Pastor und Hirte der Schafe ist, der Prophet der Propheten, der Apostel der Apostel, und der Inbegriff eines Wundertäters, beanspruchte Er keinen dieser Titel für sich selbst.

Stattdessen definierte sich Jesus als ‘Sohn’. Es ist in dieses Ebenbild, in das wir nun vom Heiligen Geist verwandelt werden (Römer 8, 29). Der Apostel Johannes schrieb einmal: “Wer sagt, dass Er in Ihm bleibt, muss auch einen Lebenswandel führen, wie Er Ihn geführt hat.” (1 Johannes 2, 6). Jesus wandelte unter dem Joch der Liebe mit Seinem Vater, und Er lädt uns ein ebenfalls an diesem Joch teilzuhaben. Weiterhin verspricht Er uns, dass wir unter diesem Joch Ruhe für unsere Seelen finden werden.

Ist dies einfach eine andere Art wie wir mit Menschen Beziehung pflegen?

Ich habe schon gehört wie manche Leute die Beziehung eines Pastors mit seinen Gemeindemitgliedern als Sohnschaft bezeichnet haben. Andere verwenden das Wort für die Beziehung, die Leiter christlicher Werke mit ihren Mitarbeitern pflegen. Ich glaube jedoch, dass es dabei hauptsächlich um unsere Beziehung mit unseren natürlichen Eltern und unserem himmlischen Vater geht.

Sohnschaft, als Teil unserer Beziehung mit Vätern und Müttern in Christus, Vorgesetzten, Pastoren und Leitern geistlicher Werke zu genießen kann ein Segen von Gott sein. Allerdings ist es wichtig zuerst eine Beziehung mit Gott dem Vater selbst zu haben. Nur dann können wir die Segnungen der Sohnschaft auch in anderen Beziehungen genießen.

Ich glaube, dass wir in den “Tagen Elijas” leben, über die in Maleachi 3, 24 prophezeit wurden.  “Er wird das Herz der Väter wiedern den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern.” (Einheitsübersetzung)

“Ein Sohn mit einem offenen Herzen, ist bereit für Versöhnung.”

Wenn wir in unsere Elternhäuser hineingeboren werden, sind unsere Herzen ihnen ganz natürlich zugewandt. Es geschieht allein durch Verletzungen, dass wir uns von ihnen abwenden. Wenn sich dann jemand, durch Umkehr und Gnade, Christus zuwendet, wird er, als ein Sohn Gottes, wieder neu geboren.

Nun ist der Sohn, mit einem Herzen voll Dankbarkeit und einer neuen Einstellung, bereit sich auch mit seinen natürlichen Eltern zu versöhnen. Denn erst jetzt sind wir wirklich in der Lage unsere Väter und Mütter zu ehren, weil wir herausgefunden haben warum sie uns überhaupt, in diese Welt gebracht haben, nämlich weil Gott es so geplant hat.  Deshalb ist es für uns als Christen wichtig, alles zu versuchen, um die Beziehung mit unseren Eltern wiederherzustellen, weil unsere Einstellung ihnen gegenüber auch unsere Beziehung mit Gott beeinflusst.

Vater ist die einzige Quelle der Liebe

Jesus sagte: Daran werden all erkenne, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.” (Johannes 13, 35; Einheitsübersetzung) Ich fand es zuerst richtig schwer als ich Christ wurde, weil ich so wenig Freunde hatte und es schwierig fand neue Freundschaften zu schließen, auch wenn ich sehr gute Freunde aus meinem vor-christlichen Leben hatte, die auch heute noch meine Freunde sind.

Doch heute noch sehe ich oft eine Form von Zurückhaltung unter Christen, wenn es darum geht wahr Freundschaften zu schließen. Wenn man tatsächlich genug Zeit in der Gemeinde verbracht hat, versteht man sehr gut warum das Neue Testament uns so oft bezüglich unserer anhaltenden Sünden wie Eifersucht, Konkurrenzdenken, Kritiksucht, Ablehnung, Streitsucht und sogar Hass zurechtweist.  Denn all diese Dinge existieren noch immer unter Leitern, Denominationen, und sogar im Fluss der Erweckung!

Ich frage mich deshalb manchmal wirklich, wie wir jemals an den Ort gelangen können, an dem Nichtgläubige über uns sagen: “Schaut wie sie einander lieben.” Das Wunder der Wiedergeburt allein hat uns offensichtlich nicht in diese Liebe hineingebracht. Die Erfahrung der Kraft des Heiligen Geistes in unserer Mitte allein, hat uns ebenfalls nicht in diese Liebe hineingebracht. Ebenso wenig größere Erkenntnis des Wortes; tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall. Selbst die großen, historischen Erweckungen haben uns nicht an dieses Ziel gebracht.

Wie können wir in dieser Liebe leben?

Die Bibel sagt, dass der Vater die Quelle der Liebe ist! Der Apostel Johannes schrieb diesbezüglich: “Denn Gott (der Vater) hat die Welt so sehr geliebt, dass Er seinen einzigen Sohn hingab… (Johannes 3, 16; Einheitsübersetzung). “Gott ist  Liebe,” (1Johannes 4, 8-16), und nichts kann uns scheiden von der Liebe Gottes, die n Christus Jesus ist, unserem Herrn (Römer 8, 39). Die Liebe, die in Jesus offenbart wurde und offenbart ist, ist die selbe Liebe mit welcher der Vater Ihn liebt (Römer 8, 35 und Epheser 3, 19).

Als Jesus betete, „Ich habe ihnen Deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der Du mich geliebt hast, in ihnen sei und Ich in ihnen“ (Johannes 17, 26; Einheitsübersetzung), bat Jesus den Vater darum, dass auch wir, wie Er selbst,  die Liebe des Vaters immer zu erfahren würden.  Jesus wünscht sich für uns, dass wir in der Liebe des Vaters leben, so wie auch Er in der Liebe des Vaters lebte. Andrew Murray schrieb diesbezüglich einmal:  “Was die Liebe des Vaters für Jesus war, wird Seine Liebe auch für uns sein.”

“Liebe ist demütig”

Wir können nicht in dieser Liebe des Vaters wandeln, wenn die Offenbarung, die das  Fundament für unsere Beziehung mit Ihm darstellt auf Lehrer und Jünger, König und Bürger, Meister und Diener, oder sogar Bräutigam und Braut beschränkt ist. Dabei handelt es sich um lebensverändernde Offenbarungen, aber sie bilden nicht das Fundament der Liebe.  Gott, der Vater, sandte Jesus, um für uns zu sterben.  God the Father’s love sent Jesus to die for us. “Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass Er uns geliebt und Seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.” (1. Johannes 4,10; Einheitsübersetzung)

Wie aber erlebe ich die Liebe meines himmlischen Vaters?

Der Eintrittspreis

Jesus hat den gesamten Eintrittspreis bereits bezahlt, doch um zu genießen was Er für uns erkauft hat, müssen wir uns schon in den Freizeitpark begeben! Wir müssen uns demütigen, wenn wir etwas neues lernen wollen. Um ein Jünger Jesu zu sein, müssen wir die Demut aufbringen, den Sohn Gottes, Jesus Christus, als unseren Lehrer öffentlich zu ehren. Es braucht Demut ein Diener zu werden, alle unsere Rechte niederzulegen, und in die Realität eines Leibeigenen Christi einzutreten.

Auch benötigt es Demut, um in eine Beziehung mit dem Heiligen Geist zu treten und Seine Kraft in unserem Leben zu erleben, weil manche uns für unseren Glauben an Wunder verspotten werden. Ebenso braucht es die Demut der Liebe, um die Braut Christi zu werden.  Liebe ist demütig, denn wenn wir uns gegenseitig bewundern und verehren, machen wir uns selbst verletzlich indem wir einander unsere Herzen öffnen und sie einander zum Geschenk machen. Es benötigt immer dieselbe  Voraussetzung um Gott auf einer tieferen Ebene zu erleben, oder in eine neue Dimension der Beziehung mit Ihm einzutreten, nämlich Demut.

Das selbe betrifft die Liebe des Vaters. Wir müssen wieder kleine Kinder werden indem wir zugeben, dass wir elterliche Liebe benötigen, und es lernen Frieden mit unserer beständigen Schwachheit zu schließen. Denn nur mit dem unschuldigen Herzen eines kleinen Kindes können wir den beständigen Fluss der Liebe des Vaters in unseren Herzen erleben. Jesus selbst sagte, dass Er nichts aus sich selbst heraus tun konnte, uns auch wir sind dazu berufen in dieser Schwachheit und Abhängigkeit mit unserem Vater zu gehen.

“Jesus gab sich ganz hin, um eine vollkommene Offenbarung Seines Vaters zu werden.”

Wenn die Liebe des Vaters beständig in unser Herz ausgegossen wird, verändert sie unsere gesamte Weltsicht. Sie ermöglicht es uns in Agape Liebe für alle Menschen zu leben. Durch sie kommt unsere Seele zur Ruhe, weil sie beständige Gemeinschaft mit dem Vater pfleget. Unsere Herzen kommen zur Ruhe und wir können ohne jegliche Ambitionen dienen. Dinge wie Erfolg, Versagen und Produktivität  verlieren ihre Bedeutung für uns und unsere mit Freude erfüllte Seele fühlt sich endlich frei! Wenn wir persönlich in dem beständigen Fluss der Liebe des Vaters leben, können auch wir wie Jesus durch diese Welt gehen.

Jesus gab sich ganz hin, um eine vollkommene Offenbarung Seines Vaters zu werden. Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes  (Kolosser 1,15). Er ist “der Abglanz Seiner (des Vaters) Herrlichkeit und das Abbild Seines Wesens” (Hebräer 1, 3; Einheitsübersetzung). Weil Jesus Gottes Sohn ist, sieht Er auch so aus wie Sein Vater. Gott möchte genau dasselbe für uns, so dass auch wir eine Offenbarung Seines Wesens in dieser Welt werden.

Wenn wir in Sohnschaft leben, werden die Menschen unseren Vater in uns sehen, weil Söhne nun mal wie ihre Väter aussehen! Es ist also kein Wunder, dass als Adam fiel, der Vater einen Plan in Bewegung setzte um durch Seinen Sohn Sein Ebenbild im Menschen wiederherzustellen. Gott formt unseren Geist, unsere Seele, und unseren Leib, im Ebenbild unseres Vaters im Himmel: ewig, und voller Herrlichkeit und Liebe. Lasst uns Ihm uns ganz hingeben, damit Er Sein Werk in unserem Leben vollenden kann.

(Anmerkung: James Jordan ist der Gründer von Fatherheart Ministries International.  James erstes Buch ‚Sohnschaft – Eine Reise in das Herz des Vaters‘ kann durch uns bezogen werden.)

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