Jahwe ist Papa

Von Florian Berndt

yhwhJesus brachte der Menscheit die überwältigende Offenbarung, dass der Gott des jüdischen Volkes, Jaweh, tatsächlich Vater, oder Papa, ist. Er selbst lebste mit Ihm, mit Ihm, selbst auf dieser Erde, als ein Sohn zu Seinem Vater – und Sein Vater war für Ihn die Quelle all dessen wer Er war und was Er tat. Diese Beziehung beruhte nicht auf gelegentlichen Erfahrungen der Gegenwart Seines Vaters, oder der Tatsache, dass Sein Vater durch Ihn wirkte. Stattdessen lebte Er beständig im Herzen Seines Vaters und war sich Seiner Liebe kontinuierlich bewusst (Johannes 1:18). Dies ist dieselbe Beziehung für die der Vater auch uns geschaffen hat!

Als die Jünger Jesus danach fragten, dass Er sie das Beten lehren würde, brachte Er ihnen bei sich an ihren Vater zu wenden. „Wenn ihr aber betet, sagt: ‚Vater unser…‘“ Später, als die Frau am Brunnen, in Samarien, Jesus danach fragte wo sie anbeten solle, antwortete Er ihr, dass die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten würden. Damit  half Er ihr ihre Anbetung auf den Vater auszurichten.

Der bekannte Bibellehrer Derek Prince kommentierte einmal, dass Jesus über einen Weg und über ein Ziel sprach: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, außer durch mich“ (Johannes 14:6).  Jesus ist der Weg,  der Vater ist das Ziel. Leider sind viele von uns jedoch auf dem Weg stecken geblieben und noch nicht am Ziel angekommen.

Wir brauchen das Herz eines Kindes

Es ist durchaus möglich die  Liebe des Vaters zu erfahren und in gewissen Zeiten unseres Lebens sogar Seine Nähe auf eine ganz tiefe Weise zu erleben. Aber Sohnschaft bedeutet in eine Beziehung mit Ihm hinein zu wachsen, und dazu benötigen wie das Herz eines Kindes. Leider haben so viele von uns ihr kindliches Herz, aufgrund zerbrochener Beziehungen mit unseren leiblichen Eltern, verloren, so dass wir nicht mehr wissen was es bedeutet  Söhne und Töchter in unserem Herzen sein. Gott schaut nicht auf das Äußere sondern auf das Herz , und so wünscht Er sich für uns dasselbe Herz, dass auch Jesus Ihm gegenüber hatte. Denn Jesus war in Seinem Herzen ein Sohn zu Seinem Vater, und Er wünscht sich für uns, dass auch wir in unseren Herzen wieder Söhne und Töchter sein können.. Deshalb erfüllt sich in Christus die letzte Prophetie des Alten Testaments: „Und ich werde die Herzen der Väter ihren Söhnen zuwenden, und die Herzen der Söhne ihren Vätern“ (Maleachi 4:6).

Dabei geht es um viel mehr als um geheilte Beziehungen. Zwar sind diese wichtig und ein unglaublicher Segen Gottes, doch sie stellen lediglich die Frucht unser Beziehung mit Gott als unserem Vater dar. Die Heilung unserer Herzen spielt dabei eine wichtige, so dass wir mit einem offenen Herzen die Liebe unsere Vaters wieder empfangen können. Zeichen und Wunder sind dann oft die Auswirkungen der Berührung des Vaters. Doch das Ziel ist, dass wir in unserem Herzen immer mehr wie Jesus werden, indem wir in der Beziehung mit unserem Vater heran wachsen.

Der Vater ist die einzige Quelle der Liebe

Jesus lehrte: „Alle Menschen werden wissen, dass ihr meine Jünger seit, wenn ihr einander liebt.“ Leider ist diese Liebe viel zu selten unter uns sichtbar, worau schon die Autoren des Neuen Testaments des öfterne hinweisen mussten. Die Erfahrung der Wiedergeburt und die Erfahrung der Kraft des Heiligen Geistes allein haben uns scheinbar nicht an befähigt  beständig in dieser Liebe leben. Unsere Erkenntnis der Schrift ebensowenig – oft sogar ganz im Gegenteil – uns auch Erweckung allein scheint nicht zu genügen.

Die Bibel jedoch lehrt uns, dass der Vater die Quelle der Liebe ist! Johannes schrieb: „So hat Gott (der Vater) die Welt geliebt, dass Er Seinen eingeborenen Sohn sandte…“ (Johannes 3:16). „Gott ist Liebe“ (1 Johannes 4:16). Nichts kann uns von dieser Liebe trennen (Römer 8:39). Jesus bat den Vater, dass auch wir diese Liebe  beständig erleben würden, dass wir in der Liebe des Vaters leben würden, wie auch Er in der Liebe des Vaters lebt (Johannes 17:26).

Dies ist jedoch nicht möglich, solange unser Beziehung auf die eines Lehrers und Jüngers, König und  Untertans, Meister und Diener, oder sogar Bräutigam und Braut, beschränkt ist. Dies sind alles lebensverändernde Offenbarungen, aber sie sind nicht das Fundament der Liebe. Denn die Liebe Gottes des Vaters sandte Jesus in diese Welt (1 Johannes 4:10).

Die Erfahrung der Liebe des Vaters

Zuallererst bezahlte Jesus den Preis, um alles zu beseitigen, dass uns zurückhalten könnte unsere Herzen gegenüber der Liebe des Vaters zu öffnen. Dann benötigen wir die Demut eines kleinen Kindes, um  zu unserem Vater zu kommen und anzuerkennen, dass wir elterliche Liebe und Fürsorge benötigen. Denn nur mit dem unschuldigen Herzen eines kleinen Kindes können wir in dem beständigen Fluss Seiner Liebe leben.

Wenn sich Seine Liebe in unsere Herzen ausgießt, beginnen wir in einer neuen Perspektive bezüglich dieser Welt zu leben und wir beginnen die Menschheit mit Seiner Liebe zu sehen und zu lieben. In anderen Worten, der Vater offenbart in unserem Geist, unserer Seele und unseren Körper, Seinen ursprünglichen Plan, das Ebenbild Seines Sohnes. Öffne Ihm dein Herz und erlebe wie Er sein Werk in dir vollendet!

(Anmerkung: Florian Berndt ist einer der Gründer von Fatherheart Ministries Germany, einer Gruppe von deutsch und englisch sprechenden Christen die von der Offenbarung des Vaters angesteckt wurden. Fatherheart Ministries Germany ist Teil des Fatherheart World Netzwerkes. Als Mitglieder von PAPA (Perichoresis Association of People Adopted), leitet er, zusammen mit seiner Frau Clare, auch Perichoresis Germany, den deutschen Zweig von von Perichoresis Ministries Inc.)

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