Heilung und Sohnschaft

Von James Jordan

Das letztendliche Ziel für uns in Fatherheart Ministries ist Sohnschaft. Das bedeutet, es geht uns um weit mehr als nur emotionelle Heilung. In einigen unserer Schulen richten wir unser Augenmerk stärker auf dieses Thema, und vor 20 Jahren hätte eine Vaterherzschule von Montag bis Samstag nur von emotineller Heilung gehandelt. Unser ganzes Augenmerk war auf nichts anderes gerichtet als auf emotionelle Heilung. Aus diesem Grund haben viele die Offenbarung des Vaterherzens Gottes für lange Zeit nur als einen Dienst der emotionellen Heilung gesehen. Ich wünsche mir jedoch daß wir alle von hier aus weiter gehen könnten, um dann zu erkennen, dass die Offenbarung des Vaters zwar mit emotioneller Heilung beginnt, sie uns dann jedoch weiter in unsere Identität als Söhne und Töchter des Vaters hinein führt. Wenn sich unser Verständnis nicht erweitert, werden wir bei der Heiliung unserer Emotionen stehen bleiben und dem Irrglauben verfallen, dass wir bereits in Sohnschaft leben. Nach dem Motto: „Ich hatte eine Erfahrung der Vaterliebe Gottes, dehalb lebe ich in der Sohnschaft“. Viele Menschen hatten jedoch eine Begegnung mit Jesus, und wurden trotzdem nie Seine Jünger. Sie kamen nie zu Ihm zurück und folgten Ihm nach. Auf die selbe Art und Weise können wir eine Begegnung mit dem Vater haben, und trotzdem nicht in ein Leben der Sohnschaft hineintreten. Sohnschaft ist eine beständig wachsende und kontinuiertliche Beziehung mit dem Vater.

Ich glaube die Gemeinde hat sich leider in verschieden Gruppen bezüglich der Thematik innere Heilung, Heilung der Erinnerungen, Heilung der Vergangenheit etc gespalten. Indem wir die Thematik unter solchen Titeln behandeln, haben wir die Gemeinde dazu gedrängt eine von zwei Seiten einzunehmen: Dem Flügel des positiven Denkens („nehme das Wort in Anspruch“) und dem Flügel der Heilungsdienste. Die Gemeinde hat sich entlang solcher Gegensätze formiert. Ich glaube jedoch, dass die Offenbarung des Vaters diese Gegensätze zusammenbringt, denn sie bezeugt daß Gott uns zwar heilt, wir dann aber auch in die volle Freiheit und den Ausdruck unserer Sohnschaft hineinwachsen. Dies ermöglicht uns dann in übernatürlicher Kraft und Autorität zu leben. All diese Dinge fliessen allein aus unserer Identität als Söhne und Töcher des Vaters. Es ist meine persönliche Überzeugung, dass wir sogar noch weiter gehen werden als es der Gemeinde im Bezug auf diese Dinge bisher möglich war. Für einen Großteil der Gemeinden haben diese Themen solche Probleme mit sich gebracht, dass Raum für Ambitionen und dem Streben nach persönlichen Ruhm entstanden ist, anstatt der kindlichen Demut der Sohnschaft. Türen der Selbstverherrlichung wurden geöffnet, und die Kraft individueller Dienste, und die Verherrlichung von Manifestationen so übertrieben, dass sie an vielen Orten völlig aus dem Ruder gelaufen sind. Gott sei Dank, dass Er den Überblick behält und alles zu unserem Besten wenden wird. Aber ich glaube es ist nur ein Leben in Sohnschft, dass es uns letztendlich ermöglichen wird zu dem harmonischen Platz zurück zu kommen, den Gott für uns ursprünglich vorgesehen hat.

(Anmerkung: James Jordan ist der Gründer von Fatherheart Ministries International.  James erstes Buch ‚Sohnschaft – Eine Reise in das Herz des Vaters‘ kann durch uns bezogen werden.)

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