Das Ewige Evangelium des Vaters

Von Florian Berndt

Lange bevor der Erschaffung von Raum und Zeit, als nichts außer Gott existierte, waren Du und ich gegenwärtig in Papas Herzen und Gedanken (Johannes 17, 21-27; Epheser 3, 9-11; Titus 1, 2). All Sein Sinnen war auf uns gerichtet, verborgen in dem ewigen Sohn Seiner Liebe, und Er sehnte den Tag unserer Geburt herbei (Jeremia 1, 5; Galater 1, 15-16; Kolosser 1, 13). Noch bevor Gott als Schöpfer tatig wurde, war Er Vater, und  die Schöpfung kam überhaupt erst ins Dasein um Raum für Seine expandierende Familie zu schaffen, und uns an der Liebe die Er auf ewig mit Seinem Sohn im Heiligen Geist teilt Anteil haben zu lassen (Epheser 1, 3-6). In anderen Worten, wir wurden in Christus gefunden lange bevor wir in Adam verloren gingen, denn jeder einzelne von uns ist in Christus, dem Ebenbild des Vaters geschaffen, und wie auch Er haben wir unseren Ursprung in Papas Liebe (Genesis 1, 27; Lukas 3, 38; Johannes 14, 8-9; Kolosser 1, 16; Hebrews 1, 3). Im Bewusstsein dieser Liebe zu leben bringt Glauben – Vertrauen – in unserem Leben hervor und wir lernen es durch den Glauben von Papas Sohn, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens, zu leben (Johannes 15, 9-15; Galater 2, 20; Hebräer 12, 1-3; 1. Johannes 4, 19).

Inmitten unserer Zerbrochenheit, unserem Versagen und unseren Verletzungen hören wir dann eines Tages die gute Nachricht von Jesus, und wir beginnen einen Bruchteil der Wahrheit zu erahnen, nämlich dass unsere Existenz im Herzen des Vaters began, lange bevor wir in diese verwaiste Welt hineingeboren wurden, und dass Er uns schon immer in Seiner Familie haben wollte (Johannes 1, 9; 2. Korinther 4, 6). Doch für viele von uns klingt dies zu gut um wahr zu sein, und wir geben uns lieber mit einer verwässerten Version des Evangeliums zufrieden die aus nichts weiterem als einer juristischen Transaktion besteht. Noch gefangen in dem Denken einer verwaisten Schöpfung, die sich von ihrem Vater abgewandt hat, korrupieren wir die Gute Nachricht von einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte zu einem Gerichtssaaldrama und präsentieren sie auf diese Art und Weise als kalt, leblos und mechanisch. Die Folge davon ist, dass unsere Herzen unberührt bleiben, und Gottes leidenschaftliche Liebe keine Veränderung in unserem Leben hervorbringt (Luke 18, 9-14; 1. Korinther 13). Aber das ist es ja genau was eine juristische Transaktion nicht vermag. Es geht dabei nicht um Wiederherstellung, Versöhnung, Vergebung oder die Heilung unserer Herzen, sondern nur darum wer recht hat, wer schuld ist, und wer bestraft werden sollte. Es ist also kein Wunder, dass wir als Christen dann oft als rechthaberisch und streitsüchtig wahrgenommen werden. Denn ein mechanisches Verständnis des Evangeliums, wird zwangsläufig eine mechanische Spiritualität hervorbringen, und unsere eigene Unsicherheit und unser Mißtrauen in die Liebe unseres Vaters ist die Wurzel dieses Übels (1. Mose 3, 1-5).

Wenn wir jedoch zur Heiligen Schrift zurück finden, und die Leidenschaft sehen mit der Jesus, und später Seine Jünger, die Liebe des Vaters, und die radikale Gnade, die uns in Christus zu eigen wird verkünden, stellen wir schnell fest, dass wir mit diesem unserem Verständnis des Evangeliums sehr oft nur an der Oberfläche gekratzt haben. Denn wenn wir den ursprünglichen Kontext, in dem das vollendete Werk von Jesus Christus stattfand wiederentdecken, und wir sehen wie es Teil von Vaters ewigem Plan is,t den Er in Christus vor Anbeginn der Zeit beschlossen hat, dann füllt sich unser Herz mit unaussprechlicher Freude und einem unaufhaltbarem Verlangen, diese Gute Nachricht mit anderen zu teilen (Epheser 1; Kolosser 1, 19-23; Titus 1, 2). Wenn wir das Evangelium, und damit das Opfer Jesu‘ als einen gemeinsamen, leidenschaftlichen Akt von Vater, Sohn und Geist sehen, dann bricht etwas so Gewaltiges in uns frei, dass diese Erfahrung nur mit Jesu‘ Worten von den Strömen des lebendigen Wassers beschrieben werden kann (Johannes 7, 38). Etwas in uns verändert sich, und wir können nie wieder zu dem Leben zurück gehen, dass wir einmal geführt haben.

Wenn wir Vaters ewigen Plan realisieren, und endlich verstehen, dass keine Uneinigkeit zwischen den Personen des dreieinigen Gottes besteht, das der Sohn uns nicht ‚von‘ sondern ‚mit‘ Seinem Vater rettet, dann überkommt uns eine Vision und Dankbarkeit die schon den Apostel Paul in absolute Exstase hinein katalputierte (Johannes 5, 19; 10, 30; 14, 10; 16, 32; 2. Korinther 5, 13-19). Die Realisation, dass das Evangelium eine Liebesgeschichte ist, und nicht eine vergöttlichte Form von römischer Justiz, bewirkt eine Freiheit und Kühnheit in unserem Leben, die es uns unmöglich macht darüber zu schweigen. Im Kontext von Papas ewiger Liebe, wird das Kreuz eine brennende Demonstration Seiner Leidenschaft für uns, Seine Kinder, und unsere Herzen fließen über mit derselben übernatürlicher Liebe und Leidenschaft, mit der schon die ersten Christen die Welt veränderten.

Das Bekennen der dreieinigen Familiennatur Gottes ist das Bekenntnis, dass Gott Liebe ist. Denn laut der Bibel ist Liebe kein Attribut Gottes, sondern Seine Natur (1. Johannes 4, 8-16; 1. Korinther 13). Alle göttlichen Attribute fließen den Umständen entsprechend aus Ihr hervor, und all die Segnungen die Papa über Christus ausgießt, sind in Ihm auch unser eigen (Johannes 15, 16; Epheser 1, 3-6). Deshalb konnte Jesus zu Seinen Jüngern sagen, dass Sein Vater sie mit derselben Liebe liebt mit der auch Er geliebt ist (Johannes 17, 23). Es ist die Erfahrung dieser vollkommene Liebe, die Glauben in unseren Herzen hervorbringt, Glaube der mehr ist als nur eine mentale Annahme von historischen Fakten (Galater 2, 20; Römer 5, 5; 10, 8-10). Wenn wir verstehen, und glauben, wie leidenschaftlich Vater, Sohn und Geist in uns verliebt sind, und wie sehr Papa uns als Seine Kinder verehrt, dann überfließt unser Herz – und nicht nur unser Verstand –  ohne unser eigenes Zutun mit Glauben (1. Johannes 3,1-2). Darum konnte Paulus sagen, dass Glaube nicht ein Werk unsererseits, sondern eine Gabe ist, über die sich niemand rühmen könne (Epheser 2, 8-9). Das Vertrauen Jesu‘ in Seinen Vater ist der Glaube, durch den wir leben, und Buße bedeutet nichts anderes als unsere eigenen Anstrengungen und Überzeugungen loszulassen, und das Joch Christi – Seine Beziehung mit Papa – auf uns zu nehmen (Matthäus 11, 27-30; Johannes 17, 23). Es ist Sein Tun, vom Anfang bis zum Ende (Hebräer 12, 1-3; Offenbarung 22, 13). Wir lieben weil Er uns zuerst geliebt hat (1. Johannes 4, 19).

Glaube kommt durch das Hören, und das Hören kommt durch das Wort Gottes (Romans 10, 17). Jesus ist das Wort des Vaters zu uns, offenbart in unseren Herzen und der Heiligen Schrift (Johannes 1, 1-5; 1. Johannes 1, 1-5). Er ist das Wort vom ewigen Evangelium des Vaters – die Offenbarung Seines Planes – was Er wirklich über uns denkt und was Er in Jesus bereits für und in uns vollbracht hat (Epheser 1; Hebräer 1). Es ist die Gute Nachricht, dass wir geliebt und angenommen sind, welche uns dahin führt Buße zu tun – unseren Sinn zu ändern – und das Evangelium zu glauben (Markus 1, 5; Römer 2, 4; Lukas 15). Je mehr wir im Glauben Jesu‘ leben, beginnen wir in den Genuß dieser Realität hinein zu kommen, und unsere Leben fließen über mit der Heiligen Liebe des dreieinigen Gottes (Johannes 18, 20; 2. Korinther 4, 1-6). Selbst wenn wir uns in unserem Unglauben weigern Jesu‘ Zeugnis über Seinen Vater anzunehmen, und dadurch nicht in der Erfahrung Seiner Liebe leben, verändert sich dadurch nicht die Realität – wir sind geliebt, wir sind angenommen und unser Erbe wurde vorbereitet (Johannes 17; Epheser 1). Alles was übrigbleibt, ist daß wir umkehren, unsere Selbsthilfsversuche und selbst zusammengebastelte Religion aufgeben, und in Jesu‘ vollendetem Werk zur Ruhe kommen – zuversichtlich in Papas Liebe (Römer 4, 5; Hebräer 4, 6-11).

Deshalb ist es so wichtig, dass wir das Herz vom ewigem Evangelium des Vaters wiederentdecken. Nichts daran ist kalt, mechanisch oder steril. Vielmehr geht es darum, dass Vater, Sohn und Geist sich mit einer absolut leidenschaftlichen Liebe nach uns ausstrecken, und uns in Christus an Ihrer wundervollen Gemeinschaft teilhaben lassen (Johannes 17; Epheser 1). Motiviert durch die Leidenschaft, die zwischen den Personen der Dreieinigkeit brennt, kommt Jesus, auf Geheiß des Vaters hin, zu uns gerannt, umarmt uns in unserer Zerbrochenheit, und nimmt sie mit in Seinen Tod (Johannes 17, 23-27). In Seiner Menschwerdung, Seinem Überwinderleben, Seinem Tod am Kreuz, Seiner Auferstehung, und Seiner Himmelfahrt zerstört Er die Macht der Sünde, und löscht unseren Sinn der Entfremdung und Ablehnung komplett aus (Johannes 1, 1-5; 12, 32; 14, 20; Römer 5; 6; 8:3; 1. Korinther 15, 22; 2. Korinther 5, 14-21). In Seinem eigenen Fleisch, dass Er auch nach Seiner Auferstehung nicht aufgibt, trägt Er uns hinein in Vaters Herz, der Ort in dem unsere Existenz began, und läßt uns teilhaben an Seiner Beziehung mit dem Vater im Geist (Johannes 14; 17, 3, Apostelgeschichte 7, 55; Epheser 1; 1. Johannes 1, 1-5). Derselbe Platz den Jesus in Vaters Herz einnimmt ist auch für uns bestimmt (Johannes 17, 24-26).

Das ist das ewige Evangelium des Vaters. Seine Liebe kam um uns freizusetzten, uns wiederherzustellen, und uns an unsere ursprüngliche Identität zu erinnern (Lukas 15; 1. Johannes 3, 1-2). Es war wilde Leidenschaft, die Jesus sandte, nicht kalte juristische Kalkulation (Johannes 3, 16-17). Deshalb darf das Evangelium nie gezähmt werden, sondern muss in all Seiner Leidenschaft und Kühnheit verkündet werden (Galater 1, 1-12). Nur das Evangelium, in seiner reinsten Form hat die Kraft unsere Herzen mit Vaters Liebe, und damit Jesu Liebe für Seinen Vater zu füllen – und dies ist letztendlich warum Er kam (Johannes 14, 6-7; 1. Johannes 1, 1-5).

((Anmerkung: Florian Berndt ist einer der Gründer von Fatherheart Ministries Germany, einer Gruppe von deutsch und englisch sprechenden Christen die von der Offenbarung des Vaters angesteckt wurden. Fatherheart Ministries Germany ist Teil des Fatherheart World Netzwerkes.)

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